Rassebeschreibung

Der Chesapeakebay Retriever ist ein robuster und ausdauernder Begleiter. Sehr selbstbewusst und führerbezogen zeichnet sich der aus Amerika stammende Apportierhund durch herausragenden Arbeitswillen aus.

Zu verdanken haben wir diese besonderen Hunde einem Schiffbruch zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Amerikas Ostküste. Bei starkem Seegang konnten zwei St. John´s Hunde, neufundländische Apportierhunde, gerettet werden und landeten so an der Chesapeake Bay in Maryland.

Dort wurden sie in dem zerklüfteten Küstengebiet zur Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Sie bestachen durch ihren schier unermüdlichen Einsatzwillen auch bei widrigsten Bedingungen. Daher verpaarte man sie mit einheimischen, ebenfalls besonders leistungsfreudigen Apportierhunden. Später wurden auch Flat Coated und Curly Coated Retriever eingekreuzt. So entstand der Chesapeake Bay Retriever, der 1878 vom amerikanischen Kennel Club als Rasse offiziell anerkannt wurde.

Es entwickelte sich ein Jagdhund, der über lange Strecken bis ins offene Meer hinaus das geschossene Wild verfolgte und apportierte. Sein wohlproportioniertes, stark bemuskeltes Gebäude ermöglichte ausdauernde Arbeit, sein intelligentes Wesen führte auch bei schwierigem Gelände oft zum Jagderfolg. Selbst eisiges Wasser schränkte die Leistungsfreude nicht ein. Der Chessie hat ein extrem dichtes Unterhaar und wasserabweisendes kurzes Deckhaar, das ihn zu einem besonders kälteunempfindlichen und robusten Jagdbegleiter macht.

Wenn der Jäger das erlegte Wild auf den Märkten zum Verkauf anbot, blieb der Chessie am Haus und bewachte Hab und Gut selbstbewusst und zuverlässig.

Diese einzige amerikanische Retriever Rasse erfreut sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit. Seine Entstehungsgeschichte macht deutlich, was wir von einem Chesapeake Bay Retriever erwarten dürfen:
Ein Jagd- und Familienhund, der durch seine Intelligenz und sein freundliches Wesen besticht. Er ist zu Höchstleistungen fähig, was allerdings einer konsequenten Erziehungsarbeit bedarf. Der Chessie möchte gefordert werden. Sich häufig wiederholende Übungsformen langweilen ihn. Nur ein ausgelasteter Chessie ist ein guter Chessie. Bekommt er sein tägliches Programm, das seiner Bewegungs- und Arbeitsfreude gerecht wird, entwickelt er sich zu einem ruhigen und sehr ausgeglichenen Familienmitglied. Fremden gegenüber ist er freundlich distanziert oder uninteressiert, sein Rudel beschützt der erwachsene Hund jedoch zuverlässig. Kennt er seine Grenzen und seinen Platz im Rudel, so ist der Chesapeake Bay Retriever ein verlässlicher und treu ergebener Partner, der jeden Tag auf´s Neue begeistert.

Ausführlichere Angaben zum Rassestandard sind unter http://www.drc.de unter dem Link Retrieverrassen zu finden.